Luftaufnahme-Tannenboden

Die touristischen Projekte auf dem Tannenboden

Wir danken allen, welche die Teilzonenplanänderung Tannenboden unterstützt haben. Nachdem die Quartner Stimmbürgerinnen und Stimmbürger das Vorhaben abgelehnt haben, wird das Projekt nicht wie vorgesehen weiter verfolgt.

Gemeinderat Quarten

Das Zentrum

Die Wintersaisons werden kürzer, das Verhalten der Touristen verändert sich und ihre Ansprüche werden höher. Tourismusdestinationen müssen auf diese Veränderungen reagieren und handeln. Auf dem Tannenboden wurde deshalb ein grösseres Resort bei der Talstation der Maschgenkammbahn konzipiert. Daneben soll der überwiegende Teil der Parkplätze in ein unterirdisches Parkhaus verlagert werden. Damit wird es möglich, einen zentralen Begegnungsplatz zu schaffen, einen Bushof zu erstellen und die Sicherheit für die Fussgänger zu erhöhen. Mit dieser Optimierung der Verkehrsführung und der Verbesserung des Erscheinungsbilds wird der Tannenboden zu einem echten Zentrum, in dem sich Gäste und Einheimische gleichermassen wohlfühlen.

Das Alperlebnis

Die Besucherattraktion Alperlebnis auf der Molseralp ist eingebettet in eine grossartige Natur, in der wunderschönen Landschaft mit den Churfirsten und dem Walensee im Hintergrund. Dieses überwältigende Panorama ist die Kulisse, in der Heidi die BesucherInnen durch das Dörfli, die Alp und die umliegenden Weiden führt. In diesem Alperlebnis erzählen SchauspielerInnen Geschichten, spielen Szenen aus dem 19. Jahrhundert und beziehen das Publikum in die Szenen ein. Das Alperlebnis besteht zu einem grossen Teil aus alten Häusern und Ställen, einer Mühle, einer Kapelle und einer Alphütte. Diese Gebäude und die Geschichten darum lassen die Besucherinnen ins 19. Jahrhundert abtauchen und erfahren, wie damals gelebt und gewirtschaftet wurde.

Das Resort

Auf dem heutigen Tagesparkplatz vor der Talstation der Maschgenkammbahn ist ein Resort mit bis zu 300 Betten geplant. Das Parterre des Resorts umfasst öffentliche Nutzungen wie Restaurants, Shops oder Tourismusinformation und belebt so auch den angrenzenden Begegnungsplatz. Das Resort tritt optisch mit Einzelbauten in Erscheinung, die sich um die Hügelkuppe neben der Talstation schmiegen.

Und was sagt die Bevölkerung dazu?

Gute Gründe für…

Durch die Entwicklung auf dem Tannenboden werden die Sport- und Freizeitangebote für Einheimische und Zuzüger noch attraktiver. Von dieser hohen Lebensqualität können wir alle profitieren, jung und alt, Familien mit Kindern, Freizeitsportler und Ambitionierte, und und…

Fast zwei Drittel aller Arbeitsplätze in der Gemeinde Quarten sind direkt oder indirekt vom Tourismus abhängig. Die Zahl der Ladengeschäfte wäre merklich tiefer, ohne das touristische Angebot. Die Zahl der Arbeitsplätze kann mit der Entwicklung auf dem Tannenboden gefestigt und gesteigert werden.

Mit der bereits erstellten neuen Gondelbahn kommen Wanderer und Wintersportbegeisterte noch schneller auf den Maschgenkamm. Eine bessere Auslastung der touristischen Infrastrukturen stellt sicher, dass die Anlagen für alle Sportarten am Flumserberg offen bleiben, bestens unterhalten werden und ausgedehnte Betriebszeiten angeboten werden können.

Mit dem Heidi Alperlebnis wird ein zusätzliches und attraktives Angebot für Familien und Kinder geschaffen. Erlebnisreiche Tage mit der Familie auf dem Tannenboden verbringen, Abendessen in einem der zahlreichen Restaurants inmitten der wunderschönen Bergwelt – Alles an einem Ort.

Der touristischen Entwicklung haben wir auch die verschiedenen, gut etablierten Restaurants in unserer und in den Nachbargemeinden zu verdanken. Durch die Steigerung der Besucherzahlen und die gleichmässige Verteilung in den Sommermonaten sind die Restaurants ganzjährig besser ausgelastet und damit bessere Ergebnisse erzielen.

Knapp jeder zweite Franken wird im Zusammenhang mit dem Tourismus verdient. Die wirtschaftliche Bedeutung des Tourismus ist also enorm hoch. Die Steuereinnahmen aus dem Tourismus nehmen mit der Entwicklung auf dem Tannenboden zu. Dies ermöglicht der Gemeinde einen tiefen Steuerfuss und eine angemessene Erfüllung ihrer Aufgaben. Die Entwicklung am Flumserberg sichert den Bestand der Sportschule in Unterterzen und trägt dazu bei, die Oberstufe im Dorf zu bewahren.

Die gute Erschliessung mit dem öffentlichen Verkehr ist weitgehend dem Tourismus zu verdanken. Eisenbahn, Gondelbahn, Bus und Schiff würden ohne die touristischen Fahrgäste nicht mit den heutigen Frequenzen oder gar nicht mehr verkehren. Der geplante Schnellzughalt in Unterterzen wäre ohne Tourismus undenkbar. Mit der Entwicklung des Tourismus bleibt die für eine Landgemeinde hervorragende Erschliessung mit dem öffentlichen Verkehr langfristig gewährleistet und kann sogar noch gezielt ausgebaut werden.

Oft gestellte Fragen

Sie haben weitere Fragen? Nehmen Sie mit uns und Kontakt auf und
wir beantworten diese gerne.

Das Alperlebnis wird in zwei oder drei Etappen erstellt. Die erste Etappe soll innerhalb eine Jahres realisiert werden. Weil die Baustelle etwas abseits vom Zentrum Tannenboden liegt, werden die übrigen touristischen Nutzungen während der Bauzeit kaum eingeschränkt.
Die Bauzeit für die Tiefgarage beträgt rund acht Monate (April bis November). Auch in dieser Zeit kann ein Grossteil der touristischen Infrastrukturen (Restaurants, Bahnen, Floomzer, Parkplätze, etc.) genutzt werden.
Auch die dritte grössere Baustelle befindet sich ausserhalb des eigentlichen Zentrums. Das Resort kann erst gebaut werden, wenn die Parkgarage den bisherigen Parkplatz ersetzt. Das Resort wird voraussichtlich auch etappenweise gebaut, wobei die Bauzeit für die zwei oder drei Etappen je eineinhalb Jahre betragen wird.

Für das Parkhaus wird mit Investitionen von 15, für das Heidi Alperlebnis mit CHF 25 Millionen gerechnet. Bund und Kanton steuern voraussichtlich im Rahmen der Neuen Regionalpolitik CHF 13 Millionen plus Zinskostenbeiträge bei. Der weitaus grösste Anteil wird aber von privater Seite investiert. Das gilt auch für die CHF 32 Millionen, welche die Bergbahnen Flumserberg bereits für den Bergjet aufgewendet haben und das Resort, für das noch keine genauen Zahlen vorliegen. Die Politische Gemeinde Quarten ist für die Erstellung des öffentlichen Begegnungsplatzes und den Bushof zuständig. Dafür ist derzeit noch kein konkretes Projekt vorhanden. Gemäss bisherigen Planungsstand wäre mit Kosten von etwa CHF 1.5 Millionen zu rechnen. Dieser Betrag ist seit 2018 im Finanzplan der Gemeinde Quarten enthalten. Ausgelöst würde er indes erst nach einer Krediterteilung durch die Bürgerversammlung und einer rechtskräftigen Baubewilligung.

Die Zu- und Wegfahrten erfolgen über die Flumserbergstrasse. Das Verkehrsregime in umittelbarer Nähe zu den Baustellen ist noch nicht bekannt. Es wird im Rahmen der Baubewilligungsverfahren festgelegt. Dabei stehen die Sicherheit der übrigen Verkehrsteilnehmer und möglichst geringe Immissionen im Vordergrund.

Über eine ganze Saison hinweg, also von April bis Oktober, werden in einem mittleren Szenario rund 200’000 Besucherinnen und Besucher erwartet. Das sind durchschnittlich rund 1000 Personen pro Tag. Im Vergleich dazu befinden sich an einem Spitzentag im Winter bis zu 15’000 Gäste auf dem Flumserberg. Die Schätzung der Besucherzahlen basiert auf den Werten von bestehenden Freizeitanlagen mit vergleichbarer Ausstrahlungs- und Anziehungskraft.

Touristen werden sich vor allem dorthin begeben, wo die Infrastruktur vorhanden ist, wo das Angebot stimmt und wo keine lange Anfahrt mit dem öffentlichen oder dem Individualverkehr nötig ist. Auf dem Flumserberg mit den grossen Einzugsgebieten in der Agglomeration Zürich und rund um den Bodensee sind all diese Voraussetzungen in hohem Masse erfüllt. Die Gäste finden vergleichsweise nahe ihrem Wohnort attraktive Freizeitangebote in einer unberührten Natur und in einer herrlichen Kulisse.

Nein! Bei der Abstimmung geht es um die Schaffung der baurechtlichen Grundlagen, damit eine touristische Erweiterung (Tiefgarage, Beherbung, Heidi Alperlebnis) möglich ist.

Nein! Nur mit einer Annahme der Änderungen in der Teilzonenplanung kann eine Erweiterung realisiert werden.

Heidi eignet sich ideal um das Thema Alperlebnis zu transportieren. Heid steht weltweit als Synonym für die heile Schweizer Bergwelt mit echten natürlichen Erlebnissen, Brauchtum und der Alpenwelt.

Nein! Das Alperlebnis soll den Gästen das Brauchtum und die Alpwirtschaft als möglichst realitätsnahes «Alpen Erlebnis» vermitteln. Also keine Achterbahnen, Fantasiefiguren und Lichtshows wie im Disneyland.

Damit Investoren gefunden werden können braucht es Planungssicherheit. Genau diese Planungssicherheit soll mit der Abstimmung geschafft werden.

Nein! Mit der Abstimmung wird nicht über die Erweiterung oder über eine finanzielle Beteiligung an den Projekten Heidi Alperlebnis, Tiefgarage oder Beherbergung entschieden, sondern die baurechtliche Grundlage für eine mögliche Erweiterung gelegt.

Der Gemeinderat sagt «Ja»

Der Gemeinderat empfiehlt Ihnen die Zustimmung zur Teilzonenplanung Tannenboden, weil sich daraus viele Chancen für die Entwicklung unserer Gemeinde ergeben:

Weil die ganze Gemeinde, die touristischen Leistungsträger und unser Gewerbe von einer Weiterentwicklung des Tourismus profitieren.

Weil die Wertschöpfung und die Zahl der Arbeitsplätze in unserer Gemeinde gefestigt und gesteigert werden kann.

Weil die Steuereinnahmen aus dem Tourismus zunehmen und der Gemeinde einen tiefen Steuerfuss und eine angemessene Erfüllung ihrer Aufgaben ermöglichen.

Weil das Sport und Freizeitangebote für Einheimische und Zuzüger äusserst attraktiv ist.

Weil die gute Erschliessung mit dem öffentlichen Verkehr gewährleistet bleibt und sogar noch ausgebaut werden kann.

Weil sich die Touristen vor allem dort aufhalten werden, wo die Infrastruktur bereits vorhanden ist, und in anderen Gebieten der Gemeinde Natur und Erholung Vorrang haben.

Weil das Ortsbild auf dem Tannenboden aufwertet und die Verkehrssicherheit erhöht wird.

Weil Bund und Kanton die touristische Entwicklung auf dem Tannenboden mit Beiträgen von CHF 13 Millionen unterstützen.

Weil mit dem Heidi Alperlebnis ein zusätzliches und attraktives Angebot für Familien und Kinder geschaffen wird.